Kaufberater: Navigationssysteme
Inhaltsübersicht
| Gerätetyp |
Je nach Bedarf gibt es verschiedene Navigationsgeräte, die entweder als Stand-alone-Gerät, als PDA-Navigation, Handy-Navigation, GPS-Handheld, Bildschirm-Navigation oder Radio-Navigation funktionieren. |
| Gewicht und Größe |
Die verschiedenen Navigationsgeräte unterscheiden sich bezüglich ihres Gewichts teilweise erheblich. PDA's und Handylösungen sind kompakt und leicht, während Stand-Alone-Geräte größer und schwerer sind, dafür jedoch meist einen größeren Display aufweisen. |
| Kartenmaterial |
Je nach Hersteller und Modell sind im Lieferumfang unterschiedliche digitale Karten enthalten. Manche Sets beinhalten nur das deutsche Straßennetz, andere hingegen sogar europäische oder internationale Straßennetze. |
| Akkulaufzeit |
Standalone-Geräte, PDA-Systeme und Handy-Lösungen arbeiten in der Regel ohne externe Stromversorgung, d.h. sie arbeiten mit einem wiederaufladbaren Akku. Radionavigationssysteme werden an das Bordnetz des Autos angeschlossen und sind somit nicht von einem Akku abhängig. |
| Ausstattungsmerkmale |
Je nach Ausstattung des Navigationssystems kommt ein GPS-Empfänger mit oder ohne automatischer Stauumfahrung (TMC) zum Einsatz. Zudem bieten manche Geräte Zusatzfunktionen, wie Sprachübersetzer, Währungsumrechner, Städteinformationen (Hotels, Tankstellen, Restaurants) usw. |
| Zubehör |
Je nach Einsatzgebiet empfiehlt es sich, die Navigationssysteme durch passendes Zubehör, wie beispielsweise eine externe Antenne, zu erweitern. |
Digitale Navigationssysteme erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Dabei sind solche Geräte mittlerweile erschwinglich geworden und bieten präzise mobile Navigation. Mit Hilfe der scharfen Displays lassen sich mittlerweile bei einigen Geräten sogar 3D-Ansichten der Karte zur besseren Navigation nutzen. Navigieren wird somit zum Kinderspiel. Im Folgenden wollen wir Ihnen helfen, für Ihre Bedürfnisse das passende Navigationsgerät zu finden.
3. Mobile Navigationslösungen
Digitale Navigationsgeräte gibt es mittlerweile in verschiedenen Ausführungen: Als Standalone-Gerät, als PDA-Lösung, als Radio-Navigation, als GPS-Handheld oder als reine Softwarelösung.
Standalone-Navigationsgeräte sind am einfachsten zu bedienen. Bei ihnen gilt: Akku aufladen, Gerät einschalten, losfahren. Mit Hilfe der passenden Saugnapfbefestigung, die meist im Lieferumfang enthalten ist, kann das Gerät schnell und einfach an der Windschutzscheibe befestigt werden. Zudem bieten einige Geräte die Möglichkeit, MP3-Musikdateien abzuspielen.
Das Kartenmaterial der Standalone-Geräte wird auf einem fest eingebauten Speicher hinterlegt. Bei Bedarf lassen sich die meisten Geräte durch Einschieben einer zusätzlichen
Speicherkarte erweitern.
Zu den Standalone-Geräten
PDA-Navigationsgeräte sind am vielfältigsten einsetzbar. Neben der reinen Navigation stehen dem Nutzer alle Funktionen eines PDAs zur Verfügung (z.B. Kalender). Manche PDAs haben bereits einen Empfänger für die Positionsdaten integriert, andere müssen um einen solchen Empfänger erweitert werden. Dieser wird dann per Kabel oder Bluetooth mit dem PDA verbunden. Der Vorteil der Komponentenlösung: PDA und GPS-Empfänger haben jeweils einen separaten Akku - und somit eine längere Akkulaufzeit.
Handy-Lösungen haben einen Vorteil: Besitzt man bereits ein passendes Handy, so kann es einfach zu einem Navigationsgerät aufgerüstet werden. Der Kauf eines zusätzlichen Gerätes, wie beispielsweise ein PDA, entfällt. Zudem stellt das Handy einen ständigen Begleiter dar; bis auf den GPS-Empfänger müssen keine weiteren Geräte mitgenommen werden. Nachteil der Handylösung: Sprachanweisung und Kartendarstellung reichen qualitativ nicht an andere Navigationslösungen heran. Zudem ist die Eingabe über die Handytastatur nicht sehr komfortabel.
GPS-Handheld-Geräte sind speziell für den Outdooreinsatz konzipiert. Sie sind spritzwassergeschützt und resistent gegen Erschütterungen, verzichten dabei aber meist auf Organizer-Funktionen wie z.B. den Kalender. Dafür bieten sie jedoch spezielle Outdoor-Funktionen wie z.B. Aufzeichnung von Streckenlänge, Höhendaten, Durchschnittsgeschwindigkeit oder eine Rückkehrfunktion, bei der sie entlang der Route zu Ihrem Ausgangspunkt zurückgeleitet werden.
Zu beachten gilt: GPS-Handhelds sind in der Regel nicht dafür konzipiert, automatisch eine Route abseits von befestigten Straßen zu errechnen. Vielmehr lässt sich mit der passenden Computersoftware eine Route planen (durch Eingabe von Wegpunkten) und auf den Handheld übertragen.
Bildschirm-Navigationsgeräte stellen die Königsklasse der nachrüstbaren Navigationsgeräte dar. Dabei wird das Gerät in den Radioschacht des Autos eingebaut. Ein ausfahrbarer TFT-Bildschirm ermöglicht die optische Darstellung des Kartenmaterials. Zudem verfügen die Bildschirm-Navigationsgeräte über alle üblichen Radiofunktionen, sodass nicht auf Musik verzichtet werden muss.
Der Festeinbau hat mehrere Vorteile: Durch Anbindung des Navigationsgerätes an das Bordnetz des Autos lassen sich z.B. Geschwindigkeitssignale des Tachos zur Überbrückung eines kurzfristigen Signalverlusts nutzen.
Die Stromversorgung erfolgt über das Bordnetz des Autos, also unabhängig von einem Akku. Die Speicherung des Kartenmaterials erfolgt entweder auf einem internen Speicherchip oder auf einer CD bzw. DVD.
Radionavigationsgeräte sind in der Funktionsweise den Bildschirmnavigationsgeräten ähnlich. Im Unterschied zu diesen verfügen sie jedoch nicht über einen ausklappbaren Bildschirm. Über das kleine Radiodisplay werden die Routeninformationen meist in einer Pfeildarstellung angezeigt. Die Anzeige der Karte ist in der Regel nicht möglich.
Optisch lässt sich ein Radionavigationsgerät perfekt in das Armaturenbrett des Fahrzeugs integrieren, da das Gerät für den Einbau in den Radioschacht konzipiert worden ist. Zudem lässt sich die Displayfarbe mancher Geräte einstellen, sodass das Radio farblich zur restlichen Instrumentenbeleuchtung passt.
Die Speicherung der Kartendaten erfolgt entweder auf einem integrierten Speicherchip, mittels einer einsteckbaren Speicherkarte oder auf CD / DVD.
Je nach Einsatzzweck sind Navigationssysteme unterschiedlich groß.
Festeinbaugeräte
Festeinbaugeräte sind in der Regel für den normierten DIN-Radioschacht des Autos gedacht. Unter Umständen kann es jedoch vorkommen, dass ein Navigationssystem mittels einer passenden Blende auch an nicht standardisierte Einbauschächte angepasst werden kann. Ob Sie über einen Standard-Radioschacht verfügen, erfahren Sie beim Hersteller oder Händler Ihres Autos.
Mobile Navigation
PDA-Navigationssysteme bilden eine optimale Mischung aus mobilen Office-Anwendungen und zuverlässiger Routenführung. Neben der reinen Navigation lassen sich so alle Möglichkeiten eines PDA, wie Textverarbeitung oder Kalenderfunktion nutzen.
Handy-Lösungen sind die kleinste und günstigste Alternative. Vorteil der Handy-Navigation: Zu dem Platz und Gewicht Ihres Handys kommt nur noch ein kleiner GPS-Empfänger, der in der Regel kleiner als eine Zigarettenschachtel ist.
Bei den PDA-Lösungen ist es nötig, dass Sie neben dem GPS-Empfänger auch den PDA bei sich haben. Das Mehrgewicht von ca. 170g wird durch das im Vergleich zum Handy größere Display ausgeglichen. GPS-Handhelds sind darauf ausgerichtet, möglichst klein, leicht und robust zu sein. Auf unnötige Funktionen wird dabei verzichtet. Handhelds sind so konzipiert, das sie mit einer Hand bedient werden können. In der Regel wiegen solche Geräte weniger als 100g.
Standalone-Geräte sind eher für den Einsatz im Auto gedacht. Zwar können diese Geräte auch außerhalb des Fahrzeugs benutzt werden, Größe und Gewicht sind jedoch darauf nicht ausgelegt. Vorteil der Standalone-Geräte ist, dass alle nötigen Bauteile (Datenspeicher, GPS-Empfänger, Akku usw.) in ein Gehäuse integriert sind. Das Gewicht solcher Geräte reicht bis zu ca. 400g.
Je nach Hersteller und Modell werden die Geräte mit unterschiedlichen digitalen Karten geliefert. Während Deutschland in den allermeisten Fällen dabei ist, gibt es auch Hersteller, die digitales Material von ganz Europa oder sogar weiterer ausgewählte Länder mitliefern. Doch auch wenn Sie sich vorerst für das Kartenmaterial von Deutschland entscheiden: weiteres Kartenmaterial lässt sich jederzeit hinzufügen. Unter Umständen kann es dann jedoch nötig werden, den Speicherplatz zu erhöhen, um das zusätzliche Kartenmaterial speichern zu können. Zusätzliches Kartenmaterial erhalten Sie hier im Shop oder direkt vom Hersteller.
Je nachdem, für welchen Zweck Sie Ihr Navigationsgerät einsetzen wollen, ist die Akkulaufzeit mehr oder weniger wichtig. Mobile PDA-Navigationsgeräte mit integriertem GPS-Empfänger haben meist eine geringere Akkulaufzeit, weil der Akku den PDA selber und den Empfänger mit Strom versorgen muss. GPS-Empfänger, die per Bluetooth eingebunden werden, verfügen über einen eigenen, separaten Akku.
Egal für welches System Sie sich entscheiden, achten Sie darauf, dass Ihr Wunschgerät eine für den Einsatzzweck ausreichende Akkulaufzeit hat. Zudem lässt sich ein solches System durch passendes Zubehör z.B. im Auto über den 12V Zigarettenanzünder mit Strom versorgen. Geräte für den Outdooreinsatz sollten so gewählt werden, dass die Batterieleistung für die gesamte Dauer der Aktivität ausreicht.
Je nach Ausstattung bieten mobile Navigationsgeräte und Einbaugeräte unterschiedlichen Funktionsumfang. PDA-Lösungen beispielsweise bieten neben der reinen Navigation noch einige nützliche Office-Funktionen, wie Kalender, Adressbuch, Taschenrechner, ggf. mobile Textverarbeitung und Tabellenkalkulation, Notizfunktion und einige weitere.
Zudem unterscheiden sich Navigationssysteme auf dem Bereich der Navigationsfunktionen. Während die meisten Navigations-Einbaugeräte die dynamische Stauumfahrung (TMC, "Traffic Message Channel") unterstützen, bieten nur wenige mobile Navigationslösungen diese Funktion.
Grund: die Stauinformationen werden, ähnlich wie der RDS-Text, als Zusatzinformation zum Hörfunk gesendet. Um diese Information nun auslesen und nutzen zu können, benötigt man einen Radioempfänger. Während die meisten Einbau-Navigationsgeräte sowieso über einen solchen Empfänger verfügen, muss ein GPS-Empfänger für ein Handy oder einen PDA mit einem solchen Empfänger ausgerüstet sein.
Einige Hersteller bieten GPS-Empfänger mit einer solchen Funktion an, jedoch sollte folgendes beachtet werden: das zusätzliche Radiomodul für den Empfang der Staumeldungen muss ebenfalls mit Strom versorgt werden. Die Akkulaufzeit des GPS-Empfängers verringert sich somit.
Zu den Geräten mit TMC
Je nach Gerät und Hersteller bieten manche Navigationsgeräte weitere Zusatzfunktionen, wie MP3-Player,
Foto-Organizer,
Sprachübersetzer,
Reiseführer usw. Für die beiden letztgenannten Funktionen kann es nötig sein, das bestehende Kartenmaterial über ein kostenpflichtiges Upgrade mit den jeweiligen touristischen oder sprachlichen Daten aufzurüsten.
Je nach Ausstattung sind einige Geräte sogar mit einem komfortablen
Touchscreen ausgestattet. Diese Form der Eingabe erleichtert die Bedienung enorm und ermöglicht eine intuitive Eingabe der benötigten Daten.
Für die mobilen Navigationsgeräte gibt es eine Reihe von nützlichen Zubehörartikeln. Angefangen von Schutzhüllen, die Ihr Navigationsgerät vor Stößen und Kratzern schützt, bis hin zu einer nachrüstbaren Fernbedienung. Einige
Zubehörartikel sind jedoch sehr empfehlenswert:
12V Ladekabel / Ladeadapter
Über dieses Kabel können Sie den PDA oder das Handy und/oder den GPS-Empfänger über den 12V-Anschluss Ihres Autos aufladen. Damit hat der PDA oder das Handy bzw. der Empfänger auch auf langen Reisen immer genügend Energie zur Navigation. Für den PDA oder das Handy und den GPS-Empfänger, sofern er nicht integriert ist, benötigen Sie jeweils ein gesondertes, passendes Kabel.
Saugnapfhalterung
Eine Saugnapfhalterung erleichtert die Navigation erheblich. Sie können Ihren PDA, Ihr Handy oder Ihr Standalone-Gerät mittels dieser Halterung an der Windschutzscheibe befestigen. So ist Ihr Navigationsgerät immer im Blickfeld und Sie können Ihre Aufmerksamkeit der Straße widmen.
Schutztasche
Für Outdoorgeräte und PDA-Lösungen ist eine Schutztasche sehr nützlich. Das Navigationsgerät wird vor Schmutz und Stoßeinwirkungen geschützt, zudem erleichtert eine Schutzhülle den Transport des Gerätes.
10. Welche Navigationslösung brauche ich?
Der Gelegenheitsnavigator
Sollten Sie nur gelegentlich ein Navigationsgerät brauchen, ist eine PDA- oder Handy-Lösung genau das Richtige für Sie. Klein, leicht, mobil: so finden Sie jederzeit zu Ihrem Zielort. Der Privatanwender: Falls Sie öfters mal navigieren wollen, empfiehlt sich eine mobile Standalone-Lösung. Diese Art der Navigationsgeräte ist leicht zu bedienen, verfügt über eine verständliche Routenführung und bietet ein ausgewogenes Preis- / Leistungsverhältnis.
Der Außendienstmitarbeiter
Wenn Sie häufig mit dem Auto unterwegs sind und zudem häufig das Fahrzeug wechseln, so sollte das Navigationssystem sehr mobil sein, trotzdem aber Komfort bieten. Wenn Sie bereits über einen leistungsfähigen PDA verfügen, ist eine PDA-Lösung genau das Richtige für Sie. Wenn Sie jedoch auf die Funktionen eines PDA verzichten können, bietet sich alternativ ein Standalone-Gerät mit großem Display an.
Der Selbstständige
Selbstständige oder Außendienstmitarbeiter, die täglich mit dem gleichen Fahrzeug unterwegs sind, sollten auf ein Festeinbaugerät setzen. Die Qualität der grafischen Darstellung und der Sprachausgabe sind hervorragend, zudem ist ein solches Navigationsgerät unabhängig von einer Batterie.
- Profi-Navi-System f.
- LKW, Busse, Wo-Mobile
- DVB-T TV-Tuner
- 5,6 Zoll Touchscreen
- TOP-Navigationssystem
- Sprach-Dialog-System
- Surround-Sound-System
- ohne Telefonmodul
- Navigations-System
- Karten f. Europa
- Fahrspurassistent Pro
- TMC / Blitzerwarner