Kaufberater: Desktop-PCs
Inhaltsübersicht
| Ausbaufähigkeit |
Um den Computer auch später den Anforderungen anpassen oder zusätzliche Komponenten einbauen zu können, sollte das Gehäuse entsprechend ausgelegt sein. |
| Preis-Leistungs-Verhältnis |
Für die neuesten Computerspiele sollte der Computer über genügend Rechenleistung, großen Arbeitsspeicher und eine leistungsfähige Grafikkarte verfügen. Für Büroanwendungen ist ein preiswerterer Computer mit weniger Ausstattung ausreichend. |
| Festplatte |
Für die gelegentliche Nutzung des Computers und wenige installierte Programme ist eine 80GB Festplatte ausreichend. Für Speicherplatzintensive Arbeiten, wie Video- oder Bildbearbeitung, sollten es da schon 160GB, besser noch 250GB Speicher sein. |
| Mitgelieferte Software |
Der Lieferumfang mancher Computersysteme umfasst nur die Hardware. Für die nötige Software, wie beispielsweise das Betriebssystem, sollte man weiteres Geld einplanen. Falls bereits Programme vorhanden sind, können diese in der Regel weiterhin auf dem neuen Computersystem verwendet werden. |
Ein Computer besteht aus vielen Einzelteilen. Jede dieser einzelnen Komponenten trägt zur Leistungsfähigkeit eines Computers bei, wie z.B. der Prozessor, das Mainboard, die Festplatte und die Grafikkarte.
Die Taktrate des Prozessors ist eine wichtige Kennzahl für die Arbeitsgeschwindigkeit des Computers. Sie wird in Gigahertz (GHz) angegeben und reicht derzeit bis zu maximal 3,8 GHz. Je höher dieser Wert ist, desto schneller arbeitet der PC. Sie sollten jedoch beachten das Prozessoren mit Mehrkerntechnologie nicht ohne Einschränkungen mit Einkernprozessoren verglichen werden können. Mehrkernprozessoren benötigen im Vergleich mit Einkernprozessoren eine geringere Taktung, um die gleiche Rechenleistung zu erzielen. Für Büroarbeiten, beispielsweise das Erstellen von Texten, reicht ein einfacher Computer mit bis zu 2GHz Taktfrequenz. Mit steigendem Anspruch an den Computer sollte auch die Taktrate des Prozessors steigen. Einige Computerspiele beispielsweise fordern einen Prozessortakt von über 2GHz, damit sie überhaupt laufen.
Wichtig: Nur die Taktraten gleicher Prozessoren lassen sich vergleichen. Der Vergleich eines Celeron- und eines Pentium-Prozessors ist unzulässig, auch wenn beide die gleiche Taktrate aufweisen. Gleiches gilt für die Prozessoren des Herstellers AMD. Zudem gilt es zu beachten, das Prozessoren der Familien CoreDuo, Core2Duo und Core Quad aufgrund ihrer Mehrkerntechnologie bei gleicher Leistung mit geringeren Taktraten auskommen. Die Leistung eines Prozessors lässt sich mit so genannten Benchmarks ermitteln. Ein Benchmark ist ein Programm, das aufwendige Rechenoperationen simuliert und so die tatsächliche Leistung des Systems misst und bewertet.
Im Bereich der Prozessoren gibt es 2 große Hersteller: Intel und AMD. Beide haben verschiedene Prozessoren im Angebot, die je nach Einsatzzweck für Notebooks, Desktops oder Server optimiert worden sind. Bei Intel sind die aktuell wichtigen Prozessoren der Intel Core-, Intel Core Duo-, Intel Core 2 Duo-, Intel Core Quad-, der Intel Celeron- und der Intel Pentium-Prozessor. Bei AMD gibt es die Athlon- und die Sempron-Prozessoren. Basis-Computer haben Taktraten bis zu 2GHz, Allround-PCs haben Taktraten bis zu 3,4GHz und High-End-Systeme haben eine Taktrate von über 3.4 GHz. Geräte mit CoreDuo, Core2Duo oder Core Quad Prozessoren haben Taktraten bis ca. 3 GHz.
In den Medien fällt immer häufiger das Wort „64bit“. Dabei handelt es sich um eine Erweiterung der Prozessoren um die Fähigkeit, längere Befehle auszuführen. Ließen sich z.B. unter 32bit Betriebssystemen nur max. 4GB an RAM adressieren, steigt diese Anzahl unter einem 64bit System in den Terrabyte-Bereich. Grundsätzlich sind alle 64bit-Prozessoren fähig, 32bit Programme auszuführen. Umgekehr gilt diese Kompatibilität allerdings nicht. Planen Sie also, z.B. eine 64bit-Version von Windows Vista auf Ihrem Computer zu installieren, sollten Sie sicher gehen dass der Prozessor über eine 64bit-Erweiterung verfügt. Diese 64bit-Erweiterung heißt bei Intel „Intel64“ oder „EM64T“, bei AMD tragen alle Prozessoren mit dieser Erweiterung die 64 im Namen (z.B. AMD Athlon64).
Computer sind in unterschiedlichen Gehäusen zu haben. Die kleinen Mini-PCs sind kleiner, optisch ansprechender, jedoch durch ihre Größe nicht sehr erweiterungsfähig. Desktopcomputer werden in größeren Gehäusen ausgeliefert und lassen sich leichter erweitern. Jedoch gibt es auch unter den Desktopcomputer unterschiedliche Gehäusegrößen, weshalb die Erweiterbarkeit vom jeweiligen Gehäuse abhängt. Sollten Sie also bereits beim Kauf mit dem Gedanken spielen, den Computer später zu erweitern, ist ein Desktopcomputer das richtige für Sie.
Auf der Festplatte eines Computers werden alle Daten abgelegt, die aktuell nicht gebraucht werden. Dazu gehören auch Programmdateien, die bei Bedarf von der Festplatte in den Arbeitsspeicher geladen werden. Die Kapazität einer Festplatte wird in Gigabyte (GB) angegeben. Für Einsteigersysteme werden heute in der Regel Festplatten mit einem Speicherplatz von 80GB verbaut. Für intensivere Nutzung sollte die Wahl auf ein Modell mit größerer Festplatte, z.B. 160GB, fallen.
Der Begriff RAM (Random Access Memory) wird mit dem Wort „Hauptspeicher“ aus dem englischen übersetzt. Alle aktuell benötigten Daten werden in den Arbeitsspeicher geladen. Die Größe des Arbeitsspeichers wird in Megabyte (MB) oder Gigabyte (GB) angegeben. Da die heutigen Computerprogramme, angefangen mit dem Betriebssystem über Spiele und Bürosoftware, immer speicherintensiver werden, sollte der Arbeitsspeicher ausreichend dimensioniert werden. Für einen Basis-PC sollten es 1GB sein. Für Spiele oder Video- und Bildbearbeitung sollten es hingegen nicht weniger als 2GB Hauptspeicher sein. Je nach Mainboard („Hauptplatine“) lassen sich auch später noch RAM-Speicher hinzufügen.
9. Welchen Computer brauche ich?
Büroanwender
Für Büroanwendungen, die Texterstellung, E-Mails oder das Surfen im Internet ist ein Basis-PC durchaus ausreichend. Mit einem preisgünstigen Modell ab 1,8GHz und 512MB RAM lässt es sich bereits bequem arbeiten.
Multimediafans
Für Multimediaaufgaben, wie beispielsweise das Anschauen von DVDs, Musikhören oder die Bearbeitung digitaler Bilder und Videos sollte es ein Prozessor mit genügend Rechenleistung sein. An dieser Stelle empfiehlt sich ein Computer mit 3 oder mehr GHz, mindestens 1GB RAM und eine Festplatte von 160GB oder mehr.
Spieler
Für moderne Computerspiele sollte der Computer ein Maximum an Leistung bringen. Ein möglichst schneller Prozessor, mindestens 1GB RAM, besser sogar 2GB und eine schnelle Grafikkarte erlauben Höchstleistung auf dem Spielesektor. Die Festplattengröße sollte ausreichend dimensioniert sein, spielt jedoch bei der reinen Spielepower eine untergeordnete Rolle.
- Core 2 Duo 2,66 GHz
- 2 GB DDR2 RAM
- 20 Zoll TFT Display
- 320 GB Festplatte
- Athlon 64 X2 5200+
- 1 GB DDR2 RAM
- 160 GB Festplatte
- Vista Business/XP Pro
- Phenom X4 9650
- 4 GB DDR2 RAM
- 640 GB Festplatte
- Geforce 9500 GS