Kaufberater: Camcorder
Inhaltsübersicht
| Der Sensor |
Bei Camcordern besteht die Wahl zwischen CMOS- und CCD-Sensoren. CMOS-Sensoren sind preiswerter, die bessere Qualität liefern jedoch die CCD-Sensoren. Profis arbeiten mit 3 CCD-Sensoren, einen für jede Grundfarbe. |
| Gewicht |
Je leichter ein Camcorder ist, desto mehr neigt man dazu, beim Videodreh zum Verwackeln. Modelle mit einem Gewicht zwischen 500 und 700 Gramm bieten dabei einen guten Kompromiss zwischen geringem Gewicht und sicherer Handhabung. |
| Aufnahmemedium |
Weit verbreitet sind die Bänder im Format Mini- und MicroDV. Verwendet ein Camcorder für die Aufnahme eine DVD, kann diese sofort auf einem DVD-Spieler abgespielt werden. Manche Camcorder verwenden eine Festplatte als Datenträger. Diese Festplatte hat eine hohe Speicherkapazität, kann jedoch nicht gewechselt werden. Ist die Festplatte also voll, muss erst Inhalt gelöscht werden, bevor eine neue Aufzeichnung gespeichert werden kann. |
| Optischer Zoom |
Je größer der optische Zoom, desto näher lassen sich entfernte Objekte heranholen. Werte für das digitale Zoom sind immer größer, ein Nebeneffekt des elektronischen Zooms ist aber eine technisch bedingte Minderqualität der Aufnahme. |
| Fotofunktion |
Manche Camcorder bieten eine praktische Fotofunktion. Die maximal erreichbare Auflösung sollte aber mindestens 2 Megapixel betragen, um die Fotos später im Format 10x15cm in guter Qualität drucken zu können. |
| Display und Sucher |
Mit einem großen Display lassen sich fertige und laufende Aufnahmen kontrollieren. Der Strombedarf des Displays ist jedoch hoch, weshalb in der Regel der Einsatz des Suchers zu empfehlen ist. |
Mit digitalen Videorekordern lassen sich Videoaufnahmen machen und direkt auf den Computer überspielen. Einmal auf dem Computer gespeichert können diese Videos archiviert, angesehen oder mit entsprechender Software bearbeitet werden.
Digitale Camcorder können Bänder, DVDs oder Festplatten zur Speicherung von Aufnahmen verwenden. Mini-DV-Geräte, wie viele Camcorder im Hochkantformat, zeichnen das Videomaterial auf kleine Kassetten auf. Neuere Modelle hingegen verwendet das Format Mini-HDV (Mini High Definition Video). Der Unterschied zwischen HDV und DV ist, dass die Auflösung und die Bildqualität bei HDV besser ist. Wenige aktuell angebotene Camcorder nutzen das ältere Digital8-Format.
Die DVD hat sich auch bei Camcordern als komfortables und zuverlässiges Speichermedium etabliert. Dabei kommt das kleine 3-Zoll-Format der DVD zu Einsatz (miniDVD). Je nach Modell findet das DVD-RW- (bzw. DVD-R/+RW-) oder das DVD-RAM-Format Verwendung. Beide Medien sind mehrfach verwendbar, nach dem Löschvorgang können auf ihnen erneut Daten gespeichert werden. Vorteil: DVD-RW-Medien können auf jeden DVD-Spieler abgespielt werden.
Einige Modelle haben eine eingebaute Festplatte, auf der das Videomaterial gespeichert wird. Die Datenkompression gleicht dabei der, die auch bei Aufzeichnungen auf DVD verwendet wird. Mangels Wechselbarkeit der Festplatte sollte ihre Speicherkapazität ausreichend groß gewählt werden. Bei höchster Qualitätsstufe lassen sich beispielsweise auf einer 30GB großen Festplatte ca. 7 Stunden Film abspeichern.
Das Gewicht von Camcordern kann sehr stark variieren. Die leichtesten Modelle wiegen unter 400 Gramm, Profimodelle hingegen können über ein Kilogramm wiegen. Da in Sachen Technik und Ausstattung ähnliche Modelle auch in der gleichen Gewichtsklasse liegen, ist das Gewicht kaum noch ein Kaufkriterium. Wichtig: ist das Gerät zu leicht, führt dies bei Kameraschwenks leicht zu Verwacklungen der Bildaufnahme. Besser ist in diesem Fall die Verwendung eines Stativs.
Das Herzstück eines Camcorders ist der Sensor. Er wandelt Licht in digitale Daten um. Dabei gibt es 2 unterschiedliche Sensortypen: CCD-Sensoren (Charge Coupled Device) und CMOS-Sensoren (Complementary Metal Oxide Semiconductor). Ein CCD-Chip zeichnet sich gegenüber dem CMOS-Chip durch eine bessere Bildqualität und durch eine höhere Lichtempfindlichkeit bei ungünstigeren Lichtverhältnissen aus. CMOS-Sensoren hingegen sind kostengünstiger als CCD-Sensoren und erzeugen weniger Bildrauschen, bei gleichzeitig niedrigerem Stromverbrauch.
Höherwertige Camcorder setzen auf gleich 3 CCD-Sensoren, einen für jede der drei Grundfarben. Die Qualität der Aufnahmen hinsichtlich Auflösung, Schärfe und Detailreichtum nimmt mit steigender Anzahl der lichtumwandelnden Pixel zu. Preiswerte Modelle haben weniger als 0,6 Megapixel, hochwertige Geräte haben über 3 Megapixel. Zudem spielt die in Zoll angegebene Größe des Sensors eine Rolle. Je größer der Sensor, desto ist die Bildqualität infolge der besseren Lichtausbeute.
Einstiegs-Camcorder
Camcorder mit bis zu 0,8 Megapixel und bis zu 10-fachem Zoom werden als Camcorder der Einstiegsklasse bezeichnet. Sie sind durchaus ausreichend, um gelegentlich private Aufnahmen zu machen.
Allround-Camcorder
Allround-Camcorder zeichnen sich durch einen guten Kompromiss zwischen Preis und Bildqualität aus und haben Sensoren zwischen 1,1 und 2 Megapixel. Zudem sind sie mit bis zu 18-fachem Zoom ausgestattet. Ihr Einsatzgebiet erstreckt sich dabei von privaten Aufnahmen über Feste bis hin zu Urlaubsvideos.
High-End-Camcorder
High-End-Camcorder zeichnen sich durch gute Bildqualität aus. Dabei kommen Sensoren mit mehr als 2 Megapixel zum Einsatz. Dabei sind sie mit 25-fachem Zoom oder höher ausgestattet. Mit ihnen lassen sich die verschiedensten Aufnahmen machen, die in hoher Qualität auch nach längerer Zeit Freude bereiten.
Moderne Camcorder sind mit Bildstabilisatoren ausgestattet, die Verwacklungsunschärfen z.B. beim Dreh ausgleichen. Dabei kommen entweder optische oder elektronische Stabilisatoren zum Einsatz. Bei elektronischen Bildstabilisatoren wird die Stabilisation durch einen Mikroprozessor gesteuert. Optische Bildstabilisatoren arbeiten hingegen mit Magnetfeldern oder so genannten „schwimmenden Linsen“, bei denen Bewegungen sensorgesteuert ausgeglichen werden.
Das optische Heranholen eines Motivs im Sucher wird Zoom genannt. Der Zoomwert gibt also an, in welchem Verhältnis zum Originalbild das gesuchte Motiv vergrößert werden kann. Hochwertige Camcorder haben einen hohen Zoomfaktor (26-fach), während einfache Modelle mit einem 10-fachen Zoom auskommen. Das Bild kann elektronisch noch weiter vergrößert werden. Diese Technik hat jedoch den Nachteil, dass bei Einsatz des elektronischen Zooms die Bildqualität abnimmt. Zudem ist niemand in der Lage, den Camcorder während einer Aufnahme mit 200-facher Vergrößerung ausreichend ruhig zu halten.
Viele digitale Camcorder sind in der Lage, nicht nur Videos, sondern auch Fotos zu speichern. Ein wichtiges Qualitätskriterium stellt dabei die für digitale Fotos verwendete Bildauflösung dar, die die Hersteller in den Produktbeschreibungen angeben. Je höher der Wert, desto mehr Details lassen sich einfangen.
Neben den Speichermedien Band, DVD oder Festplatte finden auch Speicherkarten vermehrt Einsatz in Camcordern. Zunächst für die Speicherung von Fotos, aber in Zwischenzeit auch immer häufiger zum Speichern von hochkomprimierten Videos. Speicherkarten, wie beispielsweise die SD-Card (Secure Digital Card), eignen sich hervorragend für den mobilen Einsatz, da sie robust, sehr klein und einfach austauschbar sind. Dabei sind hohe Transferraten und ein ausreichendes Fassungsvermögen wichtige Kriterien. Je größer der Speicher, desto mehr Material kann auf der Karte abgelegt werden, während eine hohe Datentransferrate, nach Möglichkeit über 5 MB/s dafür sorgt, dass die Daten schnell gespeichert werden können.
Zur Kontrolle laufender oder abgeschlossener Aufnahmen steht neben dem Sucher auch ein LC-Display bereit. Diese Displays gibt es in den Formaten 4:3 und 16:9. Sollen häufig Aufnahmen im Breitbildformat aufgezeichnet werden, empfiehlt sich letztgenanntes Format. Nachteil des Displays gegenüber dem Sucher ist der hohe Stromverbrauch. Durch lange Nutzung des Displays wird dementsprechend die Akkulaufzeit erheblich verringert.
11. Welchen Camcorder brauche ich?
Freizeitfilmer
Für gelegentliche Aufnahmen, beispielsweise im Urlaub oder in der Freizeit, eignen sich leichte Camcorder mit mindestens 340.000 Pixeln. Automatikprogramme sorgen meist für gute Einstellungen und erleichtern so die Aufnahme.
Engagierter
Amateur Für regelmäßige Aufnahmen sollte es ein Camcorder mit mindestens einem Megapixel, 10-fach Zoom und integrierter Videoleuchte sein. Anschlüsse für Kopfhörer, ein externes Mikrofon und ein Zubehörschuh zum Anschluss von externen Geräten erweitern die Einsatzmöglichkeiten des Camcorders.
Professioneller Filmer
Für professionelle Aufnahmen eignen sich Camcorder mit 3 CCD-Sensoren mit einer Größe von mindestens 1/6 Zoll. Für Aufnahmen unter schlechten Lichtverhältnissen eignet sich ein lichtempfindliches Gerät, das bei Werten unter 5 Lux (Maß für die Lichtstärke) gute Bilder produzieren kann. Zudem ist es der Bildqualität zuträglich, wenn der Camcorder die Aufnahmen HDV-Format speichert.
- 2,36 Mio. Pixel
- 15x optischer Zoom
- 40 GB Festplatte
- Bildstabilisator
- 5 Megapixel
- 3 fach optischer Zoom
- 2,4 Zoll LCD Display
- SD Slot/USB 2.0
- 720 x 480 Pixel
- 34x opt. Zoom
- 2,7 Zoll Display
- SDHC, MMC+