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Kaufberater: WLAN für Internet
 

Inhaltsübersicht
 
1. Funktionsprinzip
 
Das Funktionsprinzip eines drahtlosen Internetzugangs ist recht einfach. Statt die Daten wie gewöhnlich über ein Kabel zu übertragen, werden sie per Funk übermittelt. Somit kann der Nutzer, der nun nicht mehr auf ein Kabel angewiesen ist, an jedem Punkt innerhalb der Sendereichweite seines Funknetzwerks online gehen. Zudem bietet ein Funknetzwerk („WLAN“) die Möglichkeit, bis zu 254 Nutzer gleichzeitig miteinander und mit dem Internet zu verbinden.

Der Router dient als Basisstation und baut eine Funkzelle auf. Alle Computer in Reichweite dieser Funkzelle können mit der Basisstation drahtlos kommunizieren, sofern sie über eine Funknetzwerkkarte verfügen. Die gesendeten Daten werden dann vom Router durch die DSL-Leitung ins Internet gesendet
2. Komponenten
 
Für den drahtlosen Internetzugang benötigen Sie lediglich einen Router und je eine Funknetzwerkkarte für alle Computer, die drahtlos online gehen sollen. Zu beachten gilt, dass ein Funknetzwerk nur so schnell ist wie diejenige Komponente mit der niedrigsten Übertragungsgeschwindigkeit.

Alle Funknetzwerkgeräte (z.B. Router, Funknetzwerkkarten usw.) die nach dem gleichen Standard senden (gekennzeichnet durch die Nummer IEEE 802.11, gefolgt von einem Buchstaben für die Geschwindigkeit) sind untereinander kompatibel. Die meisten Geräte unterstützen sogar mehrere verschiedene Standards.
3. Reichweite
 
Die Reichweite der Funkzelle hängt stark von den örtlichen Gegebenheiten ab. Starke, metallhaltige Böden, Wände, Magnetfelder oder Hindernisse schränken die Reichweite eines Funknetzwerkes ein. Zudem spielt der Winkel, in dem das Funksignal durch ein Hindernis dringen muss, eine Rolle.

Bei freier Sichtlinie geben die Hersteller eine Reichweite von bis zu 300m an.
4. Anschlussmöglichkeiten
 
Je nach Ausstattung des Routers ergeben sich unterschiedliche Anschlussmöglichkeiten. So verfügen manche Geräte beispielsweise über einen USB-Anschluss, an den sich mobile Datenträger (USB-Festplatten, USB-Sticks usw.) anschließen lassen. Somit können alle mit dem Netzwerk verbundenen Benutzer auf die Daten der angeschlossenen Datenträger zugreifen.

Andere Geräte wiederum verfügen über Anschlüsse für eine Telefonanlage, für Telefongeräte (z.B. VoIP) oder Drucker (Print-Server). Bei der Wahl des Routers sollten Sie darauf achten, ob Sie einen Router ohne DSL-Modem möchten, oder einen Router mit integriertem DSL-Modem (sog. Modemrouter). Manche Geräte bieten ein integriertes DSL-Modem an. Vorteil: Statt 2 getrennter Geräte haben Sie nur noch ein Gerät.
5. Aufbau
 
Der folgende schematische Aufbau zeigt einen Router mit integriertem DSL-Modem und Anschlussmöglichkeiten für USB-Geräte sowie Telefongeräte, Telefonanlage und einem DECT Mobilteil. Je nach Ausstattung können diese Anschlussmöglichkeiten von Gerät zu Gerät variieren.
6. Sicherheit
 
Um Ihre Daten bei der Übertragung per Funk zu schützen, bieten Router eine Reihe von Verschlüsselungsmechanismen, darunter WEP („Wired Equivalent Privacy“), WPA („Wi-Fi Protected Access“) und WPA2 („Wi-Fi Protected Access 2“). Die Verschlüsselungsmethode WPA2 gilt nach Meinung von Sicherheitsexperten bei hinreichend langem und sicherem Passwort (d.h. ein Passwort mit möglichst 63 Zeichen inkl. Sonderzeichen, Groß-, Kleinschreibung und Zahlen) als praktisch unknackbar. Dieses Passwort kann auf einem USB-Stick gespeichert werden und so leicht auf alle Computer übertragen werden.

Zu beachten ist, dass das Passwort, einmal eingerichtet, in der Regel nicht mehr geändert werden muss. Die WPA2-Verschlüsselung kann bei einigen Geräten durch ein Softwareupdate nachgerüstet werden. Informationen dazu erhalten Sie beim Gerätehersteller.

Die Informationen, die beim Absender verschlüsselt werden, müssen beim Empfänger wieder entschlüsselt werden. Dazu ist es also nötig, dass Sender (z.B. der Router) und Empfänger (z.B. die Funknetzwerkkarte) das gleiche Verschlüsselungsverfahren beherrschen und auch verwenden. Je nach Art und Alter können manche Geräte durch ein Software- oder Firmwareupdate mit neueren Verschlüsselungsverfahren kompatibel gemacht werden. Näheres dazu erfahren Sie beim Hersteller des Geräts.

Zudem bieten die meisten Router auch einen Schutz gegen Angriffe aus dem Internet, indem der Datenverkehr aus dem Internet auf verdächtige Inhalte hin überprüft wird (z.B. „SPI“).

Den Zugang zu Ihrem Funknetz können Sie über die Vergabe von Passwörtern kontrollieren. Nur wer das richtige Passwort besitzt, kann sich in Ihr Funknetzwerk einwählen. Somit sind Sie vor unliebsamen „Mitsurfern“ hinreichend geschützt.
7. Geschwindigkeit
 
Moderne Funknetzwerke für den Heimgebrauch haben eine Brutto-Datenübertragungsrate zwischen 54 Mbit/s und 108Mbit/s und sind damit genauso schnell wie herkömmliche kabelgebundene Netzwerke. Ein DSL 2000 Anschluss beispielsweise empfängt Daten mit maximal 2 Mbit/s aus dem Internet. Da ein Funknetzwerk (je nach Empfangsstärke) schneller ist, können Sie also sowohl über Kabel als auch per Funk mit voller Internetgeschwindigkeit surfen.

Zu beachten gilt lediglich, dass der Datenverkehr zwischen 2 Teilnehmern maximal mit der Geschwindigkeit der langsameren Komponente abläuft. Wird z.B. ein Router mit eine Übertragungsrate von 108 Mbit/s mit einer Funk-Netzwerkkarte, die eine Übertragungsrate von 54 Mbit/s hat, verbunden, so läuft der Datenverkehr zwischen diesen beiden Geräten mit maximal 54 Mbit/s ab.
8. Inbetriebnahme
 
Wenn Sie nun kabellos surfen wollen, ist dies sehr einfach. Nachdem Sie alle Komponenten (Router, ggf. DSL-Modem usw.) ordnungsgemäß angeschlossen haben, und die Verbindung auf Ihrem Computer eingerichtet haben, wird sich Ihr Computer bei jedem Start, sofern möglich, in Ihr Funknetzwerk einwählen. Nach einem Klick auf Ihren Browser (z.B. T-Online Browser) können Sie überall innerhalb des Empfangsbereichs Ihres Funknetzwerkes mobil surfen.

Selbst wenn Sie nicht mit dem Notebook mobil surfen wollen bringt die Funktechnik einige Vorteile. Funknetzwerkkarten sind auch für den Desktop erhältlich (mit USB-Anschluss oder als PCI-Steckkarte). Ohne nun Kabel durchs Haus ziehen zu müssen, können Sie Ihren Desktop-PC unabhängig davon aufstellen, wo sich Ihre Telefondose befindet.
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